Sturmtief Joachim machte der Planung einen Strich durch die Rechnung
Obwohl das Rampen-Team mit diesem Aufbau schon zwei Tage vor dem Event fertig war, machte das Sturmtief Joachim der Planung einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Die komplette Rampe war von den Statikern so ausgelegt, dass sie bis zu 100 km/h aushält, aber mit Sturmtief Joachim waren Sturmböen bis zu 120 km/h angesagt. Das hieß, umplanen, wieder ran an die Rampe und alles wegmachen, was viel Angriffsfläche bot. Also musste Donnerstagabend vor der Veranstaltung die komplette Banden-Verschalung der Rampe wieder ab. „Zum Glück hatten wir in diesen Stunden verlässliches Werkzeug. So konnten wir noch in der Nacht vor dem Sturm alle Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich durchführen“, so Teamleiter Schmidt. Freitag war der eigentliche Trainingstag für die Boarder, der jedoch wegen des extrem schlechten Wetters und den immer noch starken Böen abgesagt werden musste. Am Samstagmorgen sah alles wieder gut aus, das Team konnte die Banden wieder richtig platzieren und dem Event stand nichts mehr entgegen. Tausende Zuschauer verfolgten dann ab Samstag-Nachmittag die spektakulären Sprünge der Boarder.
Wir befragten Dieter Schmidt und Projektleiter Michael Benz zum BIGAIR-Event
Wie ist es Ihnen nach den harten Tagen des Aufbaus ergangen?
Dieter Schmidt: „Wir waren so stolz, dass wir die komplette Rampe schon am Mittwoch – also zwei Tage vor dem angesagten Trainingstag fertig hatten und dann kam die Ansage des Sturmtiefs Joachim. Da mussten wir nochmal so richtig ran, die komplette Banden-Verschalung mit Scharnieren versehen und am Samstagmorgen wieder alles ranmachen. Meine Güte, wäre das für uns alle enttäuschend gewesen, wenn das Event abgesagt worden wäre. Die ganze Arbeit wäre dann umsonst gewesen.“
Wie ist so eine Baustelle? Was reizt Sie daran?
Dieter Schmidt: „So eine Rampe ist kein Standardgeschäft, es war für mich und auch für die anderen Handwerker eine besondere Herausforderung. Der Reiz war einfach die Größe des Objekts selbst.“
Wie koordiniert man so ein Event?
Michael Benz: „Da wir das BIGAIR schon zum zweiten Mal in Stuttgart organisieren, nimmt man vom ersten Mal selbstverständlich Erfahrungswerte mit. Gemeinsam mit Tobias Reisenhofer, selbst Snowboarder und Sportlicher Leiter des Events haben wir für die Premiere, also für das erste BIGAIR insgesamt 2 Jahre Vorlaufzeit für die Planung und Organisation gebraucht. Das geht jetzt schon schneller und da muss ein Jahr reichen. Wir waren dann schon froh, dass uns Festool und Protool dieses Mal mit ihrem Profi-Werkzeug unterstützt haben.“
Was sagen Sie zu der Unterstützung von Festool und Protool?
Michael Benz: „Wir waren begeistert als die Wendlinger zugesagt haben. Damit konnten die Handwerker richtig Gas geben.“
Gab es auch besondere Momente beim Aufbau?
Dieter Schmidt: „Wir hatten einmal aus Versehen ein Kabel einer Maschine durchgesägt, aber das Problem war glücklicherweise sofort vom Tisch, denn die kann man ja locker austauschen bei den Geräten von beiden Marken. Am letzten Tag fiel uns leider auch ein Festool Akku-Bohrschrauber aus 12 Metern Höhe auf den Asphalt. Für jeden war klar, dass der hin war, aber die Überraschung war groß, dass der Schrauber noch lief und wir weiter arbeiten konnten.“