Wirtschaftliche Kantenbearbeitungstechnik
Werkzeuge für höchste Ansprüche
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04.03.2010 
Quelle: Festool 

Wirtschaftliche Kantenbearbeitungstechnik 

Interview mit Markus Heinen, Innenausbau und Gastronomietechnik in Ilsfeld. Die Schreinerei HEINEN aus Ilsfeld bei Heilbronn hat sich auf den Innenausbau und die Herstellung von Gastronomieeinrichtungen spezialisiert. Dabei wird ein Großteil der Aufträge in der Werkstatt gefertigt und vor Ort in privaten und öffentlichen Objekten montiert.
Informationen zum Unternehmen:

 

HEINEN Gastronomiesysteme, Liststraße 6, 74360 Ilsfeld

Gründung: 1977 von Manfred Heinen
Übernahme: 2008 durch Markus Heinen
Anzahl Mitarbeiter heute: 8 MA insgesamt (4 gewerbliche + 2 Azubis + 2 kaufmännische)

Das Unternehmen ist heute spezialisiert auf

  • Innenausbau - privat und gewerblich
    individueller Möbelbau (aktuell sehr viele Hochglanzoberflächen)
    Glas-und Metallbau,
    Einbauküchen
  • Objektbereich
    Türelemente für Brand,- Rauch,- Schall,- und Strahlenschutz in Holz- und Stahlzargen
  • Gastronomietechnik
    Einrichtungen, Geräte und Zubehör für die Gastronomie und Schulverpflegung
  • laufende Projekte: Kunsthalle Heilbronn, Rathaus Eppingen, Festhalle Kirchberg a.d.Jagst


Inhaber Markus Heinen
1. Frage: Gerade heute werden rationelle Bearbeitungstechniken immer wichtiger. Wie bearbeiten Sie Kanten in Ihrem Betrieb?
Markus Heinen: „Beim Kantenbearbeiten verwenden wir vor allem beim individuellen Schleifen das Vakuumspannsystem VAC SYS von Festool. Durch das bequeme Drehen und Schwenken der Spanneinheit können wir die Kanten eines Werkstückes viel schneller bearbeiten. Durch das Handling entsteht viel weniger Ausschuss und Nacharbeit. Das erspart uns sehr viel Zeit und damit Geld. Gerade in der Zeit der hochglanzlackierten Oberflächen ist solch ein schonendes Spannsystem Gold wert.“
 
2. Frage: Verwenden Sie zum Spannen noch herkömmliche Schraubzwingen?
Markus Heinen: „Ja, zum Beispiel zum Verleimen von Korpussen verwenden wir Korpuszwingen, aber für alles was mit der Fixierung und der weiteren Bearbeitung eines Werkstücks zu tun hat, verwenden wir nur noch das VAC SYS. Die Vorteile des Systems waren uns am Anfang noch gar nicht so bewusst. Erst im Laufe der Zeit haben wir festgestellt, dass es sehr wohl viele Situationen gibt, in denen man einfach schneller und bequemer Werkstücke bearbeiten kann. So zum Beispiel auch der Einsatz vor Ort: Unser mobiler Arbeitstisch mit zwei VAC SYS- Einheiten
ersetzt die bisher verwendeten Montageböcke fast komplett.
Inzwischen setzen wir das Vakuumspannsystem schon zu 60 bis 70
Prozent in der Werkstatt und auf Montage ein.“


Der Schreinergeselle bearbeitet dank dem Vakuum-Spannsystem geschliffene Korpusteile in unterschiedlichen Größen, ohne die Oberfläche zu beschädigen.
3. Frage: Welche Materialien/Werkstücke können Sie mit dem Vakuum-Spannsystem bearbeiten? Gibt es Grenzen?
Markus Heinen: „Bisher haben wir mit dem VAC SYS folgende Materialien bearbeitet: lackierte, beschichtete und furnierte Oberflächen sowie Massivholz. Auch das Spannen von MDF und Spanplatten, welche eine offenere Oberflächenstruktur haben, war für uns erstaunlicherweise kein Problem. Gerade beim Fräsen und Einbau von Beschlägen und Boden-Absenkdichtungen in Türen erleichtert uns das Spannsystem von Festool unsere Arbeit, denn früher haben wir für diese Tätigkeit zwei Mitarbeiter, Montageböcke und Zwingen benötigt. Mit dem VAC SYS kann ein Mitarbeiter zwischenzeitlich andere Aufgaben übernehmen, ohne beim Drehen der schweren Türen helfen zu müssen. Wir verwenden das VAC SYS für alle Arbeiten, die wir mit Handmaschinen durchführen: fräsen, schleifen und sämtliche Kantenbearbeitungen. Besonders bei Polierarbeiten von Hochglanzoberflächen setzen wir das Spannsystem inzwischen sehr gerne ein. Durch die verschiedenen Spanntellergrößen können wir die unterschiedlichsten Werkstückdimensionen spannen: vom Schubladendoppel bis zur schweren Hauseingangstür.“


Mit Hilfe einer zweiten Spanneinheit lassen sich selbst schwere Türen bequem und schnell in der Werkstatt und auf Montage spannen.
4. Frage: Welche Erfahrungen haben Ihre Mitarbeiter mit dem VAC SYS gemacht? Was kam besonders gut an? Gab es auch Schwachstellen?
Markus Heinen: „Ich persönlich und meine Mitarbeiter haben die Vielseitigkeit und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Spannsystems am Anfang völlig unterschätzt. Erst so nach und nach kommen immer mehr Ideen auf, wie wir das Vakuum-Spannsystem in der Werkstatt und auf Montage einsetzen können. Seit wir das Spannsystem mit beiden Einheiten auf einem mobilen Arbeitstisch in der Werkstatt installiert haben, ist er automatisch in den Bearbeitungsprozess ständig integriert. Denn das Bewusstsein für das rationelle und ergonomische Arbeiten steigt ständig und dafür
bietet der VAC SYS die optimale Lösung. Wir haben erst im Laufe der Zeit die Vorteile erkannt. Heute bearbeiten meine Mitarbeiter Werkstücke mühelos von allen Seiten, von der Kante bis zur Fläche – ohne ständiges Umspannen. Und vor allem lassen sich Werkstücke grenzenlos bis zu 360° drehen und bis zu 90° schwenken. Das fördert eine gesündere und ergonomische Haltung.“

5. Frage: Kommt das VAC SYS bei Ihnen nur in der Werkstatt zum Einsatz oder auch auf Montage?
Markus Heinen: „Dadurch, dass das ganze Spannsystem im Systainer untergebracht ist, bietet es sich geradezu an, es auch bei der Montage einzusetzen. Wir transportieren alles auf diesen mobilen Arbeitstischen und die Systainer können für den Transport sicher zusammen geschnallt werden. Ein zusätzliches Plus ist das positive Erscheinungsbild meines Unternehmens und meiner Mitarbeiter beim Kunden. Und da passt eben alles perfekt zusammen.“











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