Die beiden Gründer von Lignum

Zurück zu den Wurzeln

Bei Lignum entstehen in Handarbeit erstklassige Surfboards aus Holz anstelle von Hartschaum.

Bei der britischen Surfbrett-Manufaktur Lignum besinnt man sich auf die Wurzeln des Surfsports – man setzt konsequent auf Holz anstelle von Hartschaum. In stundenlanger Handarbeit entstehen in der Werkstatt von Alen van Rooyen und Harry Robinson erstklassige Surfboards.
Wir befinden uns am fast südlichsten Punkt von England, in South Devon. Hier ist die Surfwerkstatt Lignum zu Hause. Direkt am Wasser gelegen, haben sich Alen van Rooyen und Harry Robinson einen langjährigen Traum erfüllt. Seit 2006 werden hier handgefertigte Surfbretter, Skateboards und Modellflugzeuge aus Holz hergestellt. Vor allem bei den Surfboards besinnen sich die beiden im wahrsten Sinne des Wortes auf die Wurzeln der Herstellung. Eine Mischung aus traditionellem Schreinerhandwerk und modernen Werkzeugtechnologien vereinen sich beim Bau der Boards.
Schleifarbeiten am Surfboard

Vom Kleinen ins Große

Die beiden Unternehmensgründer können auf eine langjährige Erfahrung im Bootsbau und traditionellen Zimmereihandwerk zurückblicken. Die Leidenschaft für das Holzhandwerk ist auch in ihrer Arbeit bei Lignum zu sehen. Die Surfbretter entstehen aus Western Red Cedar, das Holz stammt von den britischen Inseln und wird wegen seiner Wuchshöhe von bis zu 40 Metern auch als Riesen-Lebensbaum bezeichnet. „Dieses Holz ist bekannt für sein geringes Gewicht und seine lange Lebensdauer, weshalb es bestens für den Bootsbau geeignet ist“, erklärt uns Alen: „Der Bau eines Surfbretts ist mit dem Wachstum eines Samens zu vergleichen. Es fängt klein an und wird zu etwas ganz Großem.“ Bei Lignum wird jedes Board von Grund auf neu und für ein gesamtes Leben entwickelt. Bis zur Fertigstellung vergehen – inklusive Planung und Trocknungszeiten – sechs bis acht Wochen. Während dieser Zeitspanne ist die Unterstützung durch die richtigen Tools ausschlaggebend, um ein bestmögliches Endergebnis zu erzielen.

„Wir stellen hochwertige Produkte aus einem anspruchsvollen Material her. Dafür benötigen wir die richtigen Werkzeuge, denn die Qualität der Produkte spiegelt auch immer die Fähigkeiten und Kenntnisse eines Handwerkers wider.“

Alen - Gründer von Lignum

Holz und seine Eigenheiten

„Wir sind dafür bekannt, handgefertigte Surfbretter aus Holz herzustellen. Durch die Elektrowerkzeuge können wir präziser und schneller arbeiten. Bei uns kommen vor allem die Tauchsäge und der Exzenterschleifer zum Einsatz. Mit diesen Tools arbeiten wir vom Grundmaterial an bis zum letzten Schliff, bevor unsere Boards die Werkstatt verlassen“, erklärt uns Harry. Alen ergänzt: „Wir stellen hochwertige Produkte aus einem anspruchsvollen Material her. Dafür benötigen wir die richtigen Werkzeuge, denn die Qualität der Produkte spiegelt auch immer die Fähigkeiten und Kenntnisse eines Handwerkers wider.“ Dann setzt er auch schon die Tauchsäge TS 75 EBQ an und schneidet das erste Holzstück passgenau zu. Doch wo genau liegen die Herausforderungen beim Bau der Surfbretter? Die Bearbeitung des Western Red Cedar ist sehr schwierig. Das Wissen über die Tools und über die Eigenschaften des Holzes sind wichtige Faktoren für das Abschleifen dieser sensiblen Oberfläche. Die unterschiedliche Dichte zwischen den Jahresringen des Baumes macht das Abschleifen zu einer heiklen Angelegenheit. Das richtige Schleifpapier ist hier ausschlaggebend.
Staubfrei Arbeiten mit dem Festool Absaugmobil

Der letzte Schliff

Harry erklärt uns die Gegebenheiten, die während der Arbeit in der Werkstatt herrschen: „Die zwei größten Herausforderungen bei den Holzarbeiten sind der Staub und das Abschleifen. Der Staub verbreitet sich im gesamten Raum und das Abschleifen muss mit größter Sorgfalt geschehen. Bereits die kleinsten Spuren und Kratzer, die du auf dem Board hinterlässt, machen deine Arbeit wertlos.“ Und weiter: „Für die Oberflächen benötigen wir unterschiedliche Schleifmittelqualitäten – der Härtegrad und die Körnung sind entscheidend. Dank der Werkzeuge können wir deutlich schneller und sauberer arbeiten.“ Harry tätigt den letzten Schliff an einem Board und lackiert anschließend die Oberfläche des sensiblen Holzes. Nach der Trocknung am nächsten Tag folgt ein kurzer Testritt vor der Küste Devons, das gleichzeitig ein beliebtes Surfrevier in Großbritannien ist. Wir verabschieden uns von Alen und Harry und sind uns sicher: Wir kommen für eine weitere Surf- Session wieder.
Abschleifen mit dem Festool Exzenterschleifer