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Bau einer Pergola Rankhilfe

In diesem Projekt wird eine Pergola Rankhilfe mit handgeführten Maschinen hergestellt. Vom Holzzuschnitt über das Verbinden der einzelnen Bauteile werden alle relevanten Arbeitsschritte bis hin zum Aufbau gezeigt.

    Beschreibung

    Eine Pergola oder Rankhilfe verleiht jedem Garten Struktur und Charakter und lässt sich bereits mit wenigen Handmaschinen fertigen. Diese Projektbeschreibung zeigt den kompletten Herstellungsprozess – vom präzisen Holzzuschnitt mit Akku-Handkreissäge und Akku-Stichsäge über die Fertigung dekorativer Balkenköpfe bis hin zur Herstellung stabiler Verbindungen mit dem DOMINO XL.
    Ergänzt wird das Projekt durch die fachgerechte Oberflächenbearbeitung mit Band- und Akku-Schleifern sowie die Kantenbearbeitung mit Hobel und Kantenfräse. Schritt für Schritt werden alle wichtigen Arbeitsschritte erläutert – von der ersten Markierung bis zum Aufbau der fertigen Konstruktion.

    Maschinen/Zubehör

    Vorbereiten/Einstellen

    • Anzeichnen der Hölzer.

      Die Hölzer werden gemäß Plan angezeichnet. Dabei werden alle erforderlichen Markierungen für Zuschnitte, Verbindungen und die Ausrichtung der Bauteile auf die Hölzer übertragen.
      Es empfiehlt sich, sämtliche Markierungen zuerst anzuzeichnen und erst anschließend mit dem Zuschnitt zu beginnen. So lassen sich Fehler vermeiden und die einzelnen Arbeitsschritte effizienter durchführen.

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    • Herstellen von Schablonen für Büge

      Herstellen von Schablonen für alle Büge.
      In der Konstruktion sind insgesamt vier Büge vorgesehen. Diese erhalten als dekoratives Element eine Verjüngung zur Mitte hin. An beiden Enden wird jeweils ein 45°-Schnitt ausgeführt.
      Damit alle vier Büge die gleiche Form und Abmessung erhalten, wird zunächst eine Schablone angefertigt. Diese dient als Vorlage für die anschließende Bearbeitung der einzelnen Bauteile.

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    • Herstellen einer Schablone für die Sparren.

      Für die Sparren wird zunächst eine Schablone angefertigt. Darauf werden sowohl die Ausblattung im Bereich des Auflagers auf der Pfette als auch die Form des Sparrenkopfes angezeichnet.
      Die Ausblattung ist in diesem Beispiel 30 mm tief und entspricht in ihrer Breite der Breite der Pfette. Der Sparrenkopf erhält als dekoratives Element eine Rundung.

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    • Herstellen einer Schablone für den Pfettenkopf.

      Herstellen einer Schablone für den Pfettenkopf. Für den Pfettenkopf wird zunächst eine Schablone aus Pappe angefertigt. Die Form des Pfettenkopfes kann dabei individuell und ganz nach persönlichem Geschmack gestaltet werden

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    Vorgehensweise

    • Zuschnitt der Pfosten und Pfetten

      Die Schnitte werden mit der Akku-Handkreissäge und einer montierten Kappschiene ausgeführt. Da die maximale Schnitttiefe der Säge für den vollständigen Holzquerschnitt nicht ausreicht, werden die Schnitte von zwei Seiten durchgeführt. Alternativ kann der Zuschnitt selbstverständlich auch mit einer größeren Säge erfolgen, deren Schnitttiefe für den jeweiligen Holzquerschnitt ausreicht. 

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    • 45° Kappschnitt an den Bügen herstellen

      Nachdem die Büge angezeichnet wurden, werden die 45°-Schnitte mit der Kappsäge ausgeführt. Mit etwas Übung lassen sich diese Schnitte auch mit der Akku-Handkreissäge und der Kappschiene durchführen. Für präzise und wiederholgenaue Schnitte ist die Kappsäge jedoch die bessere Wahl.

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    • Rundung am Bug ausschneiden

      Die Büge sollen für optische Zwecke mit einer Rundung versehen werden. Mit der Akku-Stichsäge wird der Schnitt durchgeführt. Das passende Sägeblatt ist das Stichsägeblatt S 105/4 FSG/5 WOOD UNIVERSAL

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    • Sparren anzeichnen

      Mit der Schablone werden zwei Sparren angezeichnet und alle erforderlichen Markierungen übertragen. Dabei werden sowohl die Ausblattung als auch die beiden Enden des Sparrenkopfes angezeichnet. 

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    • Sparrenabbund vorbereiten

      Alle Sparren sollen im Paket zugeschnitten werden. Dabei werden sowohl die Kappschnitte an den Enden als auch die Ausblattung im mittleren Bereich gemeinsam hergestellt. Dafür werden die beiden bereits angezeichneten Sparren jeweils an einer Außenseite platziert. Die übrigen Sparren werden dazwischen in die Mitte gelegt. Dabei ist auf die richtige Ausrichtung zu achten: Die Bundseiten zeigen nach unten. Anschließend wird das Sparrenpaket mithilfe eines Winkels ausgerichtet. Danach können die weiteren Bearbeitungsschritte im Paket durchgeführt werden.

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    • Schnitttiefe einstellen für die Ausblattung

      Die Ausblattung wird durch mehrmaliges einsägen hergestellt. Dafür ist es notwendig die Handkreissäge entsprechend der Ausblattungstiefe einzustellen. 

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    • Ausblattung herstellen

      Jetzt wird eingesägt. Im Bereich von Ästen werden die Schnittlinien enger platziert. Dadurch lässt sich das Material anschließend leichter ausarbeiten. 

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    • Ausblattung "ausputzen"

      Mithilfe einer Stoßaxt oder eines Stemmeisens wird nun der Bereich der Ausblattung "ausgeputzt". Dazu werden zunächst die Teilstücke herausgebrochen und anschließend mit der Klinge bis auf die erforderliche Endtiefe nachgearbeitet.

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    • Herstellen von Nuten und Ausblattungen mit dem Verstellnuter

      Eine schnelle Möglichkeit, Nuten und Ausblattungen herzustellen, ist die Verwendung des Verstellnuters auf der Handkreissäge HK 85. Mit dem montierten Verstellnuter auf der HK 85 können Nuten und Ausblattungen durch mehrmaliges Fräsen schnell und effizient hergestellt werden.

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    • Sparrenkopf Kappschnitt

      Der Kappschnitt an den Sparrenenden wird mit der Akku-Handkreissäge und einer Führungsschiene ausgeführt. Dabei ist es nicht notwendig, den Schnitt vollständig durchzuführen, da der untere Bereich anschließend noch mit einer Rundung versehen wird.

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    • Sparrenkopf Verziehrung anzeichnen

      Alle Sparrenköpfe werden mittels der Schablone angezeichnet und mit einer Rundung versehen.

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    • Mit der Akku-Stichsäge werden nun alle Rundungen an den Sparrenköpfen ausgeschnitten. Das passende Sägeblatt ist das S 105/4 FSG. Bei vielen Schnitten empfiehlt es sich mit einer Staubabsaugung zu arbeiten.

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    • Pfettenkopf Verziehrung

      Auch die Pfettenenden sollen eine Verziehrung bekommen. Mit der Akku-Stichsäge gelingen auch Schitte in masiveren Holzquerschnitten problemlos. Mit eingesetztem Splitterschutz und dem passenden Sägeblatt lassen sich saubere Schnittergebnisse mit nahezu ausrissfreien Schnittkanten erzielen. Für das Sägen von Rundungen eignet sich das S 145/4 FSG besonders gut.

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    • Verbinden zwischen Pfette, Pfosten und Bügen

      Eine klassische Holzverbindung im Zimmererhandwerk ist die Zapfenverbindung. In diesem Fall wird eine Steckverbindung mit einem DOMINO-Dübel hergestellt. Die Bauteile lassen sich dadurch einfach zusammenstecken und sind für die anschließende Befestigung mit Schrauben bereits richtig positioniert.

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    • Die Steckverbindung wird mit zwei übereinander positionierten 14-mm-Dübeln hergestellt. Die Positionierung kann dabei frei gewählt werden, solange die Bezugseiten gleich bleiben. Es empfiehlt sich daher, die Bundseite als Anschlag zu verwenden und immer von derselben Bezugskante des Pfostens aus zu messen.

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    • Tipp: Nutze die Markierung die mit dem 2. Anschlagspin übereinstimmt. Dann kannst du den Pin am Pfosten anlegen.

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    • Verbindung der Büge mit Pfosten und Pfette

      Die Position der Verbindung wird mithilfe einer Achsmarkierung festgelegt, die möglichst mittig auf dem Bauteil positioniert wird. In diesem Beispiel wurde jeweils 8 cm von der Vorderkante des Bugs zurückgemessen.

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    • Für die Verbindung werden SIPO-Dübel verwendet, da die Konstruktion später im Außenbereich steht. Die Dübel dienen nur der Positionierung und übernehmen keine statische Funktion. Die erforderliche statische Tragfähigkeit der Verbindung wird durch die zusätzliche Verschraubung sichergestellt.

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    • Probeaufbau

      Es empfiehlt sich einen Probeaufbau zu machen um die Passung zu kontrollieren, das erspart Komplikationen am Montageort. 

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    • H-Pfostenträger montieren

      Nach vollständigen Abbund werden die drei H-Pfostenträger an den Pfostenenden montiert. Dafür werden Bohrungen (in diesem Beispiel 10 mm) von beiden Seiten hergestellt. Die erste Bohrung wird dabei nur bis zu einer Tiefe von maximal zwei Dritteln der erforderlichen Bohrtiefe ausgeführt. So wird sichergestellt, dass der Bolzen passgenau sitzt und die Bohrung sauber ausgeführt wird. Alternativ kann für die Bohrungen auch ein Bohrständer verwendet werden.

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    • Sparrenköpfe schleifen

      Mit dem Bandschleifer werden die Sparrenköpfe geschliffen. Es empfiehlt sich, zunächst mit einem gröberen Schleifpapier (z.B. Körnung 80) zu beginnen um die Oberfläche zu egalisieren. Anschließend wird mit Körnung 120 der Endschliff durchgeführt.

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    • fertiges Ergebnis.

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    • Flächen schleifen

      Nun werden alle weiteren Flächen der Sparren und Büge mit dem Bandschleifer geschliffen.

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    • Pfettenkopf schleifen

      Analog zum Schliff der Sparrenköpfe werden auch die Pfettenköpfe mit dem Bandschleifer bearbeitet, bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist.

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    • Kantenbearbeitung

      Mit der Akku-Kantenfräse werden die Schnittkanten aller Bauteile bearbeitet. In diesem Beispiel wird die Fräse mit einem 46°-Fasefräser ausgestattet. 

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    • Vormontage

      Am Aufbauort wird die Konstruktion zunächst liegend zusammengebaut. Die Bauteile werden dabei einfach zusammengesteckt. Die DOMINO-Dübel werden ohne Leim eingesetzt. Selbstverständlich können die Verbindungen bei Bedarf auch verleimt werden. In diesem Fall dienen die Dübel ausschließlich der Positionierung und in untergeordneter Funktion der Stabilisierung der Konstruktion. 

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    • Die einzelnen Bauteile werden mit geeigneten Schrauben mithilfe des Akku-Bohrschraubers miteinander verschraubt.

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    • Aufrichten der Konstruktion

      Die Konstruktion wird aufgerichtet und in der vorgesehenen Position mithilfe von Hölzern und Abstützungen fixiert. Dadurch kann die Konstruktion sicher ausgerichtet werden, bevor die Fundamente anschließend ausbetoniert werden. 

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    • Verschutzungen wegschleifen

      Die beim Transport und der Montage entstandenen Verschmutzungen können mit dem Akku-Schleifer entfernt werden. 

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    • Sparren montieren

      Die Sparren werden gleichmäßig verteilt und mit geeigneten Schrauben befestigt. 

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    • Beton anmischen

      Mit dem Rührwerk wird der Beton angemischt. Bei abgelegenen Standorten fernab von Stromquellen ist die Powerstation eine sichere und praktische Alternative. 

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    • Fundamente ausbetonieren

      Die Fundamente werden mit dem zuvor angemischten Beton ausbetoniert. Dabei ist auf eine ausreichende Verdichtung des Betons zu achten, um ein stabiles und dauerhaftes Fundamente sicherzustellen. 

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    • Fertiges Ergebnis

      Nachdem der Beton ausgehärtet ist, können die Abstützungen und Abstrebungen entfernt werden. Damit ist die Konstruktion fertiggestellt. 

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    1. Unsere Anwendungsbeispiele und Arbeitsergebnisse sind die Dokumentation der von uns durchgeführten Arbeitsschritte. Sie sind individuelle Beispiele und keine Gewähr oder Zusicherung dafür, dass der Anwender dieselben Resultate erreicht. Die Resultate hängen von der Erfahrung und dem Geschick des Anwenders sowie den verwendeten Materialien ab Anwendungsbeispiele ersetzen nicht die Festool Bedienungsanleitung und/oder Sicherheitshinweise. Die Haftung für Sach- und Rechtsmängelfreiheit der Informationen, Anleitungen, Anwendungen, insbesondere für deren Fehlerfreiheit, Richtigkeit, Freiheit von Schutz- und Urheberrechten Dritter, Vollständigkeit und/oder Verwendbarkeit ist ausgeschlossen. Schadenersatzansprüche des Anwenders, gleich aus welchem Rechtsgrund, sind ausgeschlossen. Diese Haftungsausschlüsse gelten nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder in Fällen gesetzlich zwingender Haftung.

      Eine Haftung für Mangelfolgeschäden übernehmen wir nicht.↑