Ob in der Werkstatt, auf der Baustelle oder zuhause: Die Festool App ist dein Begleiter für smartes Arbeiten und perfekte Ergebnisse.
Holzoberflächen nach dem Hobeln schleifen
Beschreibung
Gehobelte Holzflächen haben durch die Hobelmesser sogenannte Messerschläge oder auch Hobelschläge genannt. Diese müssen vor der Oberflächenbeschichtung geschliffen werden. Dadurch erhält man zum einen eine glatte homogenere Fläche und zum anderen hat die Oberflächenbeschichtung einen besseren Halt oder kann besser in das Holz eindringen. Wer keine große stationäre Schleifmaschine besitzt, erledigt diesen Arbeitsschritt mit Handschleifmaschinen. Der ROTEX eignet sich hier optimal, weil er Grobschliff und Exzenterschliff in einer Maschine vereint. Da diese Arbeit vor allem in der Werkstatt erfolgt, ist es von Vorteil, sich den Arbeitsplatz entsprechend gut einzurichten. Deshalb wollen wir hier auch kurz auf unser Systemzubehör eingehen.
Maschinen/Zubehör
Alternative Maschinen
Vorbereiten/Einstellen
-
Grobschliffeinstellung
Der Rotex wird beim Planschleifen auf die „rotierende Kurvenbahn“ also den Grobschliff eingestellt. Bei dieser Bewegung wird der Teller über ein Getriebe angetrieben. Mit der Kombination aus Exzenter- und Rotationsbewegung erzielt der
ROTEX einen bis zu dreifach stärkeren Abtrag im Vergleich zu anderen Exzenterschleifern.
Der Umschalter wird hierfür nach rechts in Richtung des groben Punktrasters geschoben.
-
Schleifteller wechseln
Beim Grobschliff ist es vor allem wichtig, eine plane Fläche zu erhalten. Deshalb sollte man mit dem harten Schleifteller H-HT arbeiten. Hiermit werden Kanten und Ecken weniger rund geschliffen.
Der Teller kann bei dem Rotex sehr schnell per FastFix-Schnittstelle gewechselt werden. Dafür wird zuerst der Netzstecker gezogen und dann der Umschalter auf Grobschliff gestellt. Jetzt wird der Spindelstopp betätigt. Anschließend wird der Teller werkzeuglos gegen den Uhrzeigersinn abgedreht.
-
Schleifmittelauswahl
Um Hobelschläge zu egalisieren, starten wir mit der Körnung P80 - unser, speziell für den Holzschliff entwickelten Rubin 2 Schleifmittel. Dank seiner speziellen Streuung, setzt es auch bei harzhaltigen Hölzern weniger schnell zu. Durch die perfekt abgestimmte Lochung, erhalten wir die bestmögliche Absaugung.
-
Absaugung anschließen
Da beim Grobschliff besonders viel Staub entsteht, ist es unerlässlich, ein Absaugmobil anzuschließen. Für Holzstäube sollte es sich immer um ein Absaugmobil der Staubklasse M handeln.
Der Saugschlauch wird per Bajonettanschluss am Absaugstutzen angeschlossen.
Zusätzlich kann der Luftreiniger SYS-AIR Schwebestäube aus der Luft filtern, die dein Sauger nicht erfasst.
Vorgehensweise
-
Entfernen der Hobelschläge im Grobschliff
Mit der 80er Körnung schleifen wir nun alle sichtbaren Hobelschläge heraus. Die Maschine wird dabei immer im Kreuzschliff geführt bis keine Messerschläge mehr zu sehen sind. Im Grobschliff wird die Maschine dabei immer mit zwei Händen geführt.
-
Zweiter Durchgang mit P120
Wenn die Hobelschläge egalisiert sind, wird auf die Körnung P120 gewechselt. Jetzt wird noch einen Durchgang in der Grobschliffeinstellung durchgeführt.
-
Tipp: Workcenter
Wenn ihr mit dem Workcenter arbeitet, erspart ihr euch lästiges Suchen nach Schleifmitteln und anderen Verbrauchsmaterialien. Alles kann immer ordentlich und griffbereit neben dem Arbeitsplatz direkt auf dem Sauger untergebracht werden. Auch die Schleifmaschine findet am Workcenter ihren Platz und es ist sogar möglich, eine zweite Schleifmaschine z.B. für die Kanten unterzubringen.
-
Übergang auf den Feinschliff
Beim Feinschliff müssen die entstandenen Schleifspuren soweit hochgeschliffen werden, dass sie nach der Oberflächenbehandlung nicht mehr sichtbar sind. Dafür bleibt zunächst die Körnung P120 auf der Maschine. Der Rotex wird auf die exzenter-Bewegung (Feinschliff) umgestellt. Anschließend werden die Schleifspuren des Grobschliffs herausgeschliffen. Auch hier wird im Kreuzgang gearbeitet.
-
Finale Schleifschritte durchführen
Je nach Oberflächenbeschichtung und Holzart wird nun bis P150, P180 oder sogar noch höher geschliffen. Hierbei ist immer auf die Empfehlung des Lack- oder Ölherstellers zu achten.
Auch diese Schleifschritte erfolgen im Kreuzschliff. Beim letzten Durchgang wird der Schleifer immer längs zur Faser geführt. Somit sind mögliche Schleifbahnen nach der Oberflächenbehandlung nicht sichtbar.
-
Tipp: Wässern
Bei Hölzern wie z.B. Eiche macht es Sinn die Fläche vor dem letzten Schliff zu wässern. Dafür wird die Fläche mit einem feuchten Schwamm oder Lappen angefeuchtet. Die Holzfasern stellen sich auf und können dann mit einem letzten feinen Schliff, nach dem Trocken, egalisiert werden. Beim Zwischenschliff nach der ersten Oberflächenbeschichtung sind diese Fasern bereits gekappt und die Fläche wird noch glatter. Auch beim Arbeiten mit Beizen ist das Wässern von großem Vorteil.
-
Unsere Anwendungsbeispiele und Arbeitsergebnisse sind die Dokumentation der von uns durchgeführten Arbeitsschritte. Sie sind individuelle Beispiele und keine Gewähr oder Zusicherung dafür, dass der Anwender dieselben Resultate erreicht. Die Resultate hängen von der Erfahrung und dem Geschick des Anwenders sowie den verwendeten Materialien ab Anwendungsbeispiele ersetzen nicht die Festool Bedienungsanleitung und/oder Sicherheitshinweise. Die Haftung für Sach- und Rechtsmängelfreiheit der Informationen, Anleitungen, Anwendungen, insbesondere für deren Fehlerfreiheit, Richtigkeit, Freiheit von Schutz- und Urheberrechten Dritter, Vollständigkeit und/oder Verwendbarkeit ist ausgeschlossen. Schadenersatzansprüche des Anwenders, gleich aus welchem Rechtsgrund, sind ausgeschlossen. Diese Haftungsausschlüsse gelten nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder in Fällen gesetzlich zwingender Haftung.
Eine Haftung für Mangelfolgeschäden übernehmen wir nicht.↑





































