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Der Industriesauger 2.0 – Viel mehr als ein Staubsauger

Die mobilen Staubsauger werden in Handwerk, Industrie und Baugewerbe nahezu überall eingesetzt. Denn durch Schleif-, Bohr-, Säge- und Spanvorgänge entstehen Stäube und Späne, die aufgefangen werden müssen. Auch hartnäckige, schwere Materialien und Gefahrenstoffe finden mit dem richtigen Industriesauger den Weg in den entsprechenden Entsorgungsbehälter. So schützen Sie Ihre Mitarbeiter, halten Arbeitsplatz und Kundenheim sauber und gewährleisten sichere wie auch reibungslose Prozesse. Damit Sie den richtigen Industriesauger für Ihre individuellen Ansprüche und Anforderungen finden können, erhalten Sie hier alle Antworten auf die wichtigsten Fragen und viele Praxis-Tipps rund um das Thema.

Was ist ein Industriesauger? 

Ein Industriesauger ist ein Staubsauger, der speziell für den Einsatz in Industrie und Handwerk konzipiert ist. Im Unterschied zum Gebrauch im Haushalt muss er beispielsweise in der Werkstatt oder auf dem Bau mit viel größeren Mengen an Schmutz und verschiedensten Stäuben fertig werden. Er ist deshalb größer, hat mehr Leistung und ist im Regelfall mit vielen Zusatzfunktionen auf die Bedürfnisse von Handwerks- und Fertigungsprozessen zugeschnitten.

Wo wird ein Industriesauger eingesetzt und welchen Nutzen hat er?

Ein Industriesauger schützt zum einen Arbeiter und Handwerker vor gesundheitlichen Schäden durch Stäube und gewährleistet einen sauberen Arbeitsablauf. Außerdem dient er natürlich grundsätzlich zur Reinigung von Arbeitsplatz und Werkstatt im Betrieb und beim Kunden. Abgesaugt werden in erster Linie Feststoffe. Dazu gehören beispielsweise

  • Staub
  • Späne aus Metall
  • Holzspäne
  • Kunststoffpartikel  

Darüber hinaus sind viele Industriesauger aber auch in der Lage, Flüssigkeiten wie Wasser abzusaugen. In den meisten Fällen ist hierfür zumindest ein Filterwechsel nötig. 

Vorsicht bei Gefahrenstoffen: Viele dieser Materialien unterliegen gesonderten Entsorgungsregeln und müssen unter Umständen aus spezielle Art und Weise entfernt werden. Sie können dann nicht einfach abgesaugt werden. Beispiele sind etwa Asbest, Schimmel, Metallspäne oder explosionsfähige Stoffe.

Diese Kriterien sollten Sie beim Kauf eines Industriesaugers beachten

Der technische Fortschritt ist auch im Bereich der Industriestaubsauger gut spürbar. Bei der großen Auswahl an Modellen und Sonderfunktionen kann schnell der Überblick verloren gehen. Nicht alle Funktionen werden immer benötigt. Deshalb lohnt es sich, zu vergleichen und zu überlegen, welche Kriterien für den eigenen individuellen Einsatz wirklich wichtig sind.

Maximale Saugkraft ist für den Industriesauger nicht alles

Die Saugleistung ist eines der wichtigsten Merkmale des Gerätes. Dabei kommt es vor allem darauf an, welche Materialien entfernt werden sollen und wie schwer diese sind beziehungsweise wie fest sie auf dem Untergrund haften: Bauschutt-Reste mit größeren Brocken erfordern natürlich mehr Saugkraft als beispielsweise Sägemehl.

Allerdings ist die Motor-Leistung in Watt nicht immer ausschlaggebend. Es gibt viele andere Merkmale, die beeinflussen, wie gut tatsächlich gesaugt werden kann. Achten Sie deshalb bei den Produktdaten auch immer auf den Volumenstrom sowie den maximalen Unterdruck.

Mobilität

Meist wird der Sauger nicht nur an einem festen Standort verwendet. Um ihn möglichst gut transportieren zu können, ist natürlich das Gesamtgewicht ausschlaggebend – vor allem, wenn das Gerät zum Beispiel regelmäßig über Treppen transportiert werden muss. Außerdem ist die Kabellänge wichtig. Diese liegt typischerweise bei etwa 5 bis 7,5 Metern. Für die meisten Zwecke reicht das aus. Ein längeres Kabel wäre unpraktisch, da es sonst zu groß wird, um es immer mitzuführen. Sollte der Stromanschluss weiter entfernt sein, kann auch einfach eine Kabeltrommel verwendet werden. Kürzer als 5 Meter sollte das Kabel nicht sein.

Zur Mobilität gehört jedoch auch die Zugänglichkeit zu schwer erreichbaren Stellen. Deshalb ist auch die Länge des Schlauchs wichtig. Übrigens können verschiedene Düsenaufsätze die Zugänglichkeit zu engen Spalten und Ritzen besser gewährleisten als ein besonders langer Schlauch.

Volumen

Die ideale Größe des Behälters ist auch stark vom Einsatzzweck abhängig: Umso größer der Behälter, desto mehr Schmutz kann eingesaugt werden. Aber: Das muss nicht immer gewünscht sein, denn ein größerer Industriesauger ist im Regelfall auch schwerer und nimmt mehr Platz ein. Hier müssen Sie abwägen, wie viel Material durchschnittlich eingesaugt werden muss. Ein zu kleiner Behälter muss oft entleert werden, was Zeit kostet. Ein zu großer Behälter wird dagegen unter Umständen schnell unhandlich.

Vielseitigkeit

Viele Betriebe müssen intern verschiedene Arbeits- und Fertigungsprozesse bewältigen, bei denen auch unterschiedliche Abfälle anfallen können. Zum Glück sind einige Industriesauger für den Einsatz in individuellen Umgebungen ausgerüstet und können sich an den Verwendungszweck anpassen. Mit dem Mehrzwecksauger geht das auch alles in einem Gerät, zum Beispiel Trockenes oder Nasses einsaugen.

Ein Beispiel für vielseitige Erweiterungen ist bei Festool auch das praktische SYSTAINER-System. Es bietet Behälter, die mit Geräten wie einem Industriesauger anhand des simplen T-LOC-Verschlusses verbunden werden können. Hier kann beispielsweise ein Werkzeugcontainer oben auf dem Absaugmobil befestigt werden. So können diese auf dem rollbaren Tool bei der Arbeit mitgeführt werden. Das spart Zeit und Wege. Es gibt außerdem Industriestaubsauger mit Steckdose. Über einen zusätzlichen Stromanschluss lassen sich dann weitere Geräte anschließen.

Zubehör, Ersatz- und Verbrauchsteile

Die Verbrauchsteile wie Sack und Filter sollten mit dem Anschaffungspreis insgesamt gegengerechnet werden. Zugänglich sind diese in der Regel aber problemlos. Auch Ersatzteile sind meist leicht zu bekommen.

Wartungs- und Reinigungsaufwand

Achten Sie darauf, dass Filter und Sack unkompliziert wechselbar sind. In den meisten Fällen lassen sich diese mit nur wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug entnehmen und tauschen. Gerade wenn bei der Verwendung in der Industrie als Nass- und Trockensauger der Filter gewechselt werden muss, sollte das nicht zu aufwändig sein.

Unter Umständen kann außerdem eine Funktion zur automatischen Filterreinigung hilfreich sein. Über einen Mechanismus werden Feststoffe mechanisch aus dem Filter gerüttelt. So kann er länger verwendet werden, bevor er getauscht, bzw. manuell gereinigt werden muss. Außerdem gibt es auch Selfclean-Filtersäcke. Diese gewährleisten, dass sich die Stoffe im Inneren richtig absetzen und nicht verstopfen. So kann der Sack effektiv komplett gefüllt werden und muss nicht bereits vorher getauscht werden.

Sonstige nützliche Gadgets und Sicherheitsoptionen

Ein Industriesauger ist, was das Verletzungspotenzial angeht, eher ein vergleichsweise harmloses Gerät. Trotzdem lohnen sich verschiedene Sicherheitsfunktionen, um die Verletzungsgefahr bei der Arbeit zu minimieren. Ein Beispiel ist ein Signalton, der beim Verstopfen warnt. So wird das Problem frühzeitig behoben ohne Schäden am Gerät zu riskieren.

Der Netzanschluss verfügt darüber hinaus typischerweise über eine Abdeckklappe. Diese verhindert das Eindringen von Verschmutzungen und vor allem von Flüssigkeit, die einen Defekt des Absaugmobils nach sich ziehen könnten.

Manche Industriesauger verfügen außerdem über einen Bremsfuß zur Fixierung. So kann auch ohne Probleme auf abschüssigem Untergrund gearbeitet werden, ohne dass das Gerät wegrollt.

Die Festool-Garantie: Kombinierbarkeit und Flexibilität

Ein besonders nützliches Zusatz-Feature neuerer Modelle ist die digitale Vernetzung via Bluetooth. Der konkrete Anwendungszweck ist die Verbindung mehrerer Geräte, wie zum Beispiel des Industriesaugers mit einer Bohrmaschine oder Handkreissäge. Verbunden schaltet sich der Staubsauger analog zur Bedienung des Partnergeräts zu. So wird nur während es tatsächlichen Arbeitsvorgangs gesaugt und das Gerät muss zwischenzeitlich nicht immer manuell an- und ausgeschaltet werden.

Über eine entsprechende Verbindung kann auch der Schlauch des Saugers direkt an das andere Tool angeschlossen werden. So kann das Material direkt an der Stelle abgetragen werden, an der es entsteht, ohne dass eine zweite Arbeitskraft zum Absaugen hinzukommen muss. Festool-Werkzeuge sind immer miteinander kombinierbar und gemeinsam verwendbar, um die Arbeitsprozesse so effizient zu machen, wie es geht.

Was bedeutet eigentlich die Staubklasse beim Industriesauger?

Es gibt drei Klassen, nämlich L, M und H. Diese Bezeichnungen stehen für den Grad an Gefahrenpotenzial, welche die Materialien, mit denen der Industriesauger verwendet werden kann, mit sich bringen: L = leicht, M = mittel, H = hochgradig gefährdend. Diese Anforderungen bedingen den Aufbau und die Entsorgungsmöglichkeit für den Filtersack, die bei M und H in jedem Fall staubreduziert sein müssen.

L genügt für gewöhnlichen Hausschmutz oder auch Gips. Für fast alle Anwendungen im Handwerks- oder Fertigungsbetrieb ist die Klasse M die Mindestvoraussetzung. In der Werkstatt können mit einem solchen Staubsauger beispielsweise Holz-, Kunststoff- und Metallstäube sowie Lack-, Glasfaser- und Rußpartikel entfernt werden.

Für gefährdende Stoffe wie Asbest oder Schimmelsporen gelten besonders strenge Anforderungen der Klasse H. Außerdem kann die Entsorgung im Einzelfall noch weiteren Sicherheitsauflagen unterliegen. Hier sollte auch niemals ohne Atemschutz gearbeitet und bei Bedarf ein Entsorgungsspezialist hinzugezogen werden.

Zusätzlich gibt es Geräte, die für explosionsfähige oder leicht brennbare Stäube geeignet sind. Im Umgang mit diesen Materialien ist stets besondere Vorsicht geboten, da es sonst zu schwerwiegenden Verletzungen kommen kann. Explosionsfähig sind besonders brennbare Materialien, die in sehr kleiner Körnung vorliegen. Dazu gehören beispielsweise feiner Holz- oder Mehlstaub und oft auch Aluminium- und Magnesiumstäube.

Fazit – Die richtige Balance macht den passenden Industriesauger aus

Die Wahl des richtigen Industriestaubsaugers kommt immer ganz auf Ihre Bedürfnisse an. Achten Sie auf die richtige Balance zwischen Leistung, Größe und Mobilität. Außerdem gibt es eine Vielzahl an nützlichen Zusatzfunktionen, die zwar nicht unbedingt nötig sind, die jedoch die Sicherheit erhöhen oder Prozesse deutlich optimieren können. So arbeiten Ihre Mitarbeiter effizienter und auch die Kunden sind am Ende zufriedener.