Gesund Arbeiten - entspannt Durchatmen

Effektiver Gesundheitsschutz mit dem richtigen System

Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit werden insbesondere in Kleinbetrieben oft vernachlässigt. Es fehlt die Zeit, das Personal, das Wissen und das Bewusstsein dafür. Dabei ist gesundes und sicheres Arbeiten fundamental für den einzelnen Mitarbeiter und für den ganzen Betrieb. Wir haben drei Experten dazu befragt, warum Arbeits- und Gesundheitsschutz die wichtigste „Baustelle“ jedes Malerbetriebs sein sollte. Zusätzlich haben wir für Sie zusammengestellt, wie Sie in jeder Situation mit einem perfekt aufeinander abgestimmten Absaugsystem ganz einfach und effektiv Ihre Gesundheit schützen.
Da hat man gerade den Arbeitstag beendet und sieht noch ein störendes Detail, das man eigentlich noch abschleifen oder wegflexen wollte. Die Maschine ist schnell zur Hand, Arbeitshandschuhe und Schutzbrille sind schon verräumt. Ein typisches Szenario, indem man für einen kurzen Moment die Gesundheit aufs Spiel setzt: Weil es schnell gehen soll. Weil man den Aufwand scheut, sich zu schützen. Oder weil das gestandene Handwerker eben so machen. Keines der drei Argumente zählt, wenn dann ein Splitter im Auge steckt oder der Daumen blutet.

Drei Experten, die die Realität kennen

Die Sensibilisierung für betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein lästiges, aber eben auch hochsensibles Thema – vor allem in Kleinunternehmen. Das ist nicht nur gefühlt so, sondern die Zahlen bestätigen das. Laut der European Agency for Safety and Health at Work (EU-OSHA) ist der Umgang mit Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz„häufig mangelhaft“. Die Arbeitskräfte seien in Kleinst- und Kleinunternehmen einem höheren Risiko von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen ausgesetzt. Die Folgen liegen auf der Hand: Denn schon ein einziger Krankheitsfall kann dem ganzen Betrieb das Genick brechen. Das klingt drastisch,aber es entspricht der Realität. Alexander Hoste, Rolf Stelzle und Philipp Stahl kennen die Realität. Herr Hoste ist als Arbeitsschutzexperte viel inBetrieben unterwegs. Rolf Stelzle ist Inhaber eines Malerbetriebs mit 10 Mitarbeitern. Und Philipp Stahl, selbst Malermeister, schaut als Anwendungstechniker bei Festool darauf, wie sein Unternehmen die Maler in puncto Sicherheit, Sauberkeit und Gesundheit bei der Arbeit bestmöglich unterstützen kann.

„Jeder Euro, der in den Arbeits- und Gesundheitsschutz investiert wird, zahlt sich doppelt aus. Vor allem in Kleinbetrieben können Krankheitsfälle existenziell bedrohlich werden.“

Alexander Hoste, Arbeitsschutzexperte

Gesund, sicher, und zwar ganz selbstverständlich

„Gesunde Mitarbeiter sind die Grundvoraussetzung für einen gesunden Betrieb“, sagt Rolf Stelzle. „Deshalb sollte Arbeits- und Gesundheitsschutz so selbstverständlich sein, dass man gar nicht mehr darüber nachdenken muss.“ Einen Gesundheitsmanager, wie es ihn in großen Betrieben gibt, hat er nicht. Er kümmert sich als Firmeninhaber selbst darum. „Und das Schöne ist, dass unsere Mitarbeiter selbst größten Wert darauflegen, gesund zu arbeiten“, erzählt Stelzle: „Ohne Atemschutzmaskeschleifen sie nicht. Sie gehen nie ohne Absaugsystemaus dem Haus. Bei gefährlichen Arbeiten in der Höhe gurten sie sich immer an. Und sie kommen aktiv auf mich zu, wenn sie etwas brauchen.“

Gesund arbeiten und möglichst lange gesund bleiben

Beschäftigte im Baugewerbe zählen bekanntlich zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Risiko. Aber das heißt nicht, dass das erhöhte „Berufsrisiko“ notwendigerweise zum Job gehört und man sich einfach darauf verlässt, dass schon nichts schiefgehen wird. Gesundheitsschutz erfordert ein Bewusstsein dafür, dass niemand unverwundbar ist. Und sie verdient Aufmerksamkeit, weil es sich auch langfristig lohnt darauf acht zu geben. Wie kann man dann gerade Kleinunternehmen dazubringen, dass sie beim betrieblichen Arbeit- und Gesundheitsschutz aktiver werden? „Ich glaube man muss den Leuten klar machen, dass es da nicht um bloße Vorschriften geht, die sich jemand ausgedacht hat, sondern um Menschen“, sagt Rolf Stelzle. „Meine Mitarbeiter sind mein wichtigstes Kapital. Ohne sie könnte ich den Laden dicht machen. Deshalb liegt es mir am Herzen, dass sie gesund arbeiten und möglichst lange gesund bleiben.“

Mehr Gesundheit. Weniger Ausfälle

Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit werden nicht nur im Malerhandwerk vernachlässigt und die Konsequenzen meist unterschätzt. Dabei sprechen die Fakten für sich.

Warum Mitarbeiter im Handwerk krankheitsbedingt ausfallen
33,5%
Muskel- und Skeletterkrankungen
17,2%
Verletzungen und Vergiftungen
14,5%
Atemwegserkrankungen (IKK classic Report 2018, Deutschland)

Weltweit stirbt alle fünf Minuten ein Arbeiter an den Folgen eines Krebsleidens, das durch Asbest verursacht wurde. (Institution of Occupational Safety and Health, UK

Wer 100 Euro in den Arbeits- und Gesundheitsschutz investiert, hat langfristig einen betriebswirtschaftlichen Nutzen von 220 Euro. Das hat eine zweijährige Langzeitstudie in 16 Länder ergeben./Justus-Liebig-Universität Giesen und Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung)

50,8% der Fehltage im Handwerk sind auf Langzeiterkrankungen (über 42 Tage) zurückzuführen. (IKK classic Report 2018, Deutschland)

 

Sich selbst schützen

Sicher und gesund arbeiten beginnt schon mit der richtigen Arbeitsschutzkleidung.

Schutzbrillen...

...sorgen für einen perfekten Durchblick und schützen die Augen vor Staubpartikeln, Splittern oder Flüssigkeitsspritzern aller Art. Vor allem beim Schleifen und Streichen über Kopf wird das Tragen einer Schutzbrille empfohlen.

Atemschutzmasken...

...verhindern, dass bei Schleif-, oder Lakierarbeiten Stäube oder Aerosole in deine Atemwege gelangen. Empfohlen werden Halbmasken mit FFP-Filtern, die gegen inerte Stäube (FFB1), gesundheitsschädliche Partikel (FFP2) und giftige Emissionen (FFP3) schützen.

Arbeitshandschuhe...

...schützen dein wichtigstes Werkzeug, nämlich deine Hände. Es gibt sie aus Baumwolle, Leder, PVC und Nitril. Sie sollten schnitt-,reiß- und durchstichfest sein. Montagehandschuhe sind flexibler und griffiger, damit du dein Werkzeug fest in der Hand hälst.

Sicherheitsschuhe...

...sind auf dem Bau unverzichtbar. Sicherheitsschuhe haben Zehenschutzkappen (Schutzklasse 1), sind darüber hinaus wasserundurchlässig (Schutzklasse 2) und verfügen zudem über eine durchtrittsichere Sohle (Schutzklase 3).

Staubfrei Arbeiten im System

Staub ist lästig, wenn er beim Arbeiten die Sicht einschränkt oder den Werkzeugen und Maschinen zusetzt. Richtig gefährlich wird er, wenn er dahin kommt, wo er den größten Schaden anrichtet: in die Atemwege des Malers. Damit es gar nicht so weit kommt, gibt es hervorragende Absaugsysteme, die den Staub da absaugen, wo er entsteht, und bis zur sauberen Entsorgung unter Verschluss halten.

Geschlossenes System

Absaugmobil + SELFCLEAN Filtersack (einmalige Verwendung, Pappverschluss am Filtersack schließen, danach Entsorgung).

›› Vor allem auf Baustellen oder beim Schleifen von Holzstäuben ist die Einhaltung der Staubklasse für Absaugmobile wichtig.

›› Für die Absaugung von normalen Staubmengen, wie etwa bei der Verwendung von Handschleifern.

›› Hochwertiger Vliesfiltersack, reinigt Staubablagerungen im Innern des Filtersackes selbständig ab; optimale Ausnutzung des Volumens und konstant hohe Saugleistung dank SELFCLEAN Filtersack; sichere Verbindung zum Antistatik-Saugschlauch mit Anschlussmuffe und Drehausgleich.

Offenes System

Absaugmobil mit AUTOCLEAN Filterabreinigung + Entsorgungssack aus Plastik (einmalige Verwendung, mit geliefertem Kabelbinder verschließen, Entsorgung).

›› Beim Arbeiten mit mineralischen Stäuben ist der Einsatz eines Saugers mit Staubklasse M notwendig.

›› Für die Absaugung großer Staubmengen, v.a. beim Einsatz von Langhalsschleifern sowie Renovierungsfräsen.

›› Automatische Filterabreinigung AUTOCLEAN für konstante, kraftvolle Saugleistung (durch extremen Unterdruck wird der Filternoch stärker gereinigt); der Plastik-Entsorgungssack ermöglicht die staubarme Entsorgung.

Tipps zum professionellen Staubschutz bei Malerarbeiten

Sauber ist besser. Und vor allem gesünder. Für Mensch und Maschine.Das weiß man. Klar gibt es immer wieder Gründe, warum Staubabsaugung gerade nicht geht. Aber weit mehr Gründe sprechen dafür, bei der Arbeit auf die Gesundheit zu achten. Dabei braucht es nicht viel, damit staubfreies Arbeiten ganz einfach und selbstverständlich wird: Wenn man ein paar Regeln beherzigt und auf ein perfekt abgestimmtes Absaugsystem vertraut.

Das Wichtigste im Überblick

Atemschutzmaske und Schutzbrille tragen
Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt es sich, beim Abtrag von stark staubenden Untergründen oder besonders gesundheitsgefährdenden Materialien eine Atemschutzmaske zu tragen. Eine Schutzbrille schützt die Augen vor herumfliegenden Schmutzpartikeln und Splittern.

Sichere Verbindung
Jede Schwachstelle gefährdet die Gesundheit. Deshalb muss die Verbindung zwischen Werkzeug und Schlauch festsitzen und der Schlauch (mit dem richtigen Durchmesser) sicher am Sauger angeschlossen sein.

Staubarme Verfahren anwenden
Achten Sie schon beim Anrühren von Spachtelmassen darauf, dass keine Staubwolken entstehen, z. B. mit der neuen MX Absaugung.

Verbrauchsmaterialien sachgemäß einsetzen
Beim Schleifen hat der Zustand des Schleifmittels nicht unerheblichen Einfluss auf die Absaugung. Nur so kann das System eine optimale Absaugleistung erzielen.

Geeigneten Sauger wählen
Wichtig ist, die Staubklassen seines Absaugmobils entsprechend dem Material, das bearbeitet wird, zu wählen. Die dabei anfallenden Stäube werden in drei Klassen eingeteilt: L, M und H.

Staub aufsaugen
Arbeitsräume regelmäßig reinigen: dabei ist das Aufsaugen von Stäuben oder Spänen erheblich effektiver und zielführender als Fegen oder Abblasen.

Gesund und sicher Arbeiten ist wichtig

›› Kunden sind zufrieden, wenn Sie die Baustelle sauber halten und bei minimierter Staubentwicklung schneller abschließen.

›› Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter steht an erster Stelle – dieses Signal stärkt die Mitarbeiterbindung in Zeiten des Fachkräftemangels.

›› Kranke Mitarbeiter kosten das Unternehmen viel Geldund leisten weniger.

›› Durch einen betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz stellen Sie sicher, dass Ihre gewerbliche Tätigkeit im Einklang steht mit geltenden Vorschriften.

›› Die BG BAU fördert die Anschaffung der notwendigen Technik.