In 7 Schritten zur perfekten Oberfläche

Festool Trainer Dino Frey zeigt, wie man in wenigen Schritten zur perfekten Oberfläche kommt.

Perfekte Oberflächen sorgen für gute Laune und zufriedene Kunden. Deshalb zeigt Festool Trainer Dino Frey, wie man in wenigen Schritten zur perfekten Oberfläche kommt. Dazu braucht man nur fünf Zutaten: das Rührwerk MX 1200/2, das passende Füllmaterial, den darauf abgestimmten Rührkorb, den Langhalsschleifer PLANEX LHS 225 und das zugehörige Absaugmobil. Und schon kann’s losgehen!
Festool Trainer
Dino Frey
Festool Trainer

Dino Frey ist Trainer bei Festool und gelernter Malermeister.

Schritt 1: Material anrühren

Das gewählte Material wird mit dem Rührwerk MX 1200/2 angerührt. Letzteres ist ein echter Allrounder und besonders gut geeignet, um sowohl schwere als auch leichte Materialien anzurühren. Dank 2-Gang-Getriebe kann die Drehzahl an die Materialbeschaffenheit angepasst werden – der Rührvorgang geht somit materialgerecht vonstatten. Beim Anrühren sollte man auf jeden Fall darauf achten, den zum Material passenden Rührkorb zu verwenden. Bei Spachtelmassen empfiehlt sich der Wendelrührer HS2. Grundsätzlich wird zwischen Pulverspachtel (Sackware) und Fertigspachtelmassen (Eimerware) unterschieden. Es gibt gipsgebundene und kunststoffgebundene Spachtelmassen – und dazu zwei Faustregeln: Je höher der Gipsanteil, desto weicher ist der Spachtel. Und: Die Aushärtung bei gipsgebundenen Spachtelmassen erfolgt durch Abbinden. Bei kunststoffgebundenen Spachtelmassen erfolgt sie durch Trocknung und dauert erheblich länger.

Schritt 2: Material auftragen

Nach dem Rühren wird das Material auf die betreffende Oberfläche aufgetragen. Je nach gewünschter Oberflächenqualität (Q1 bis Q4) wird das Material einmal oder zweimal aufgetragen. Eine detaillierte Information zu den Oberflächenqualitäten zeigt unser Schaubild. Nach dem Auftragen heißt es: Die Trockenzeiten des jeweiligen Herstellers beachten.

Schritt 3: Oberfläche kontrollieren

Nun werden die Oberflächen mit dem Streiflicht STL 450 kontrolliert. Mit dem Streiflicht lassen sich Unebenheiten einfach und schnell identifizieren. Das erleichtert das spätere Schleifen. Dinos Tipp: Das Streiflicht auf ein Stativ montieren, damit man Fehlstellen noch besser korrigieren kann.

Schritt 4: Absaugmobil und Langhalsschleifer vorbereiten

Zunächst wird der Langhalsschleifer PLANEX LHS 225 mitsamt Absaugmobil vorbereitet. Am Absaugmobil sollte unbedingt die AUTOCLEAN-Funktion (AC) aktiviert sein, damit der Absaugfilter sich nicht mit Staub zusetzen kann und die Saugleistung konstant bleibt. Der Langhalsschleifer PLANEX LHS 225 ist dank seiner einstellbaren Ansaugstärke für vollflächiges und planebenes Schleifen von großen und auch von kleineren Flächen wie geschaffen. Apropos Schleifen: Das Schleifmittel GRANAT eignet sich ideal für den Grob- und Feinschliff von glatten Q4-Oberflächen. Bevor man ans Werk geht, sollte die Ansaugstärke auf den Anwender und den Schlauchdurchmesser angepasst werden.

Schritt 5: Passendes Schleifmittel auswählen

Für die Auswahl des Schleifpapiers gilt: Je weicher der zu bearbeitende Spachtel ist, desto feiner sollte die Körnung des Schleifpapiers sein. Ideal für die meisten Oberflächen sind GRANAT NET und GRANAT SOFT.

„Eine perfekte Oberfläche ist kein Zufallsprodukt. Eine gute Vorbereitung ist Pflicht.“

Dino Frey, Trainer und Anwendungsspezialist bei Festool

Schritt 6: Außen- oder Innenabsaugung?

Letzte Frage vor dem Start: Sollte der Planex auf Außen- oder Innenabsaugung eingestellt werden? Bei stark staubendem Fertigspachtel (Dispersionsspachtel aus dem Eimer) ist die Antwort eindeutig: Hier empfiehlt es sich, mit der Außenabsaugung zu arbeiten, wegen der starken Staubentwicklung. Dann kann die Oberfläche gleichmäßig mit der Planex abgeschliffen werden.

Schritt 7: Endkontrolle

Der Moment der Wahrheit: Endkontrolle der geschliffenen Oberfläche. Tauchen hier noch Kratzer auf, muss noch einmal nachgespachtelt und nachgeschliffen werden. Danach kann die Wand wunschgemäß gestaltet werden, etwa durch Tapezieren oder Streichen.